Arten des technischen Monitorings
DN

Davisson Ngawa Djeumen

M.Eng. Energietechnik - Projektleiter TGA, Elektrotechnik

17. September 2026 · 2 Min. Lesezeit

Arten des technischen Monitorings

Technisches Monitoring kann in einem Gebäude aus verschiedenen Gründen eingesetzt werden. Durch die Beantwortung einiger Schlüsselfragen lässt sich klar bestimmen, welche Art des Monitorings für die spezifischen Anforderungen des Gebäudes am besten geeignet ist.

Geht es darum:

  • Die Betriebskosten zu senken?
  • Den Komfort der Nutzer zu verbessern?
  • Die CO₂-Emissionen zu reduzieren? oder
  • Die Wartung der technischen Anlagen zu erleichtern? Die Antworten auf diese Fragen geben Aufschluss über die passende Monitoring-Lösung.

Grundsätzlich unterscheidet man drei Hauptbereiche des technischen Monitorings:

  • Das Energiemonitoring
  • Das Anlagenmonitoring
  • Das Gebäude- und Behaglichkeitsmonitoring

Energiemonitoring

Die Energiemonitoring ist die kontinuierliche Überwachung des Energieverbrauchs in einem Gebäude oder Anlage mit dem Ziel Einsparpotenziale zu erkennen und die Energieeffizienz zu verbessern. Die Energiemonitoring unterscheidet zwei Gruppen von Verbraucher:

Energieverbraucher: Die Energieverbraucher sind alle Geräte und Anlagen in einem Gebäude, die Energie wie Strom, Wärme oder Gas verbrauchen. Dazu zählen z. B. Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen, Beleuchtung, Elektrogeräte und Pumpen.

Medienverbraucher: Medienverbraucher sind Geräte und Anlagen, die Medien wie Wasser, Luft, Gas oder Wärme verbrauchen, welche für den Betrieb von Gebäuden oder technischen Systemen notwendig sind.

Beispiele für Medienverbraucher:

  • Heizungssysteme, die Wärmeenergie oder Gas verbrauchen,
  • Lüftungsanlagen, die Luft nutzen,
  • Klimaanlagen, die Kältemittel oder Strom benötigen,
  • Wasserversorgungssysteme und sanitäre Einrichtungen, die Wasser verbrauchen.

Beim Energiemonitoring werden Messdaten gesammelt, übermittelt, verarbeitet und analysiert, um den Energieverbrauch zu optimieren.

Anlagemonitoring

Das Anlagenmonitoring ist die kontinuierliche Überwachung und Analyse der technischen Anlagen und Systeme, um deren Leistung zu steigern, Störungen rechtzeitig zu erkennen und Wartungsmaßnahmen optimal zu planen, um Ausfälle und teure Reparaturen zu verhindern. Die Betriebszustände wie zum Beispiel

  • Betriebsstatus (Ein/Aus),
  • Nutzungsdauer,
  • Durchflussmenge,
  • Fehlermeldungen
  • Lastzustand (Volllast/Teillast) werden im Rahmen des Anlagenmonitorings erfasst und analysiert.

Während beim Energiemonitoring der Gesamtverbrauch im Vordergrund steht, geht es beim Anlagenmonitoring um die detaillierte Beobachtung einzelnen Teilen und Geräte einer Anlage.

Dank des Anlagenmonitorings können Funktionen kontrolliert, Wartungen bedarfsgerecht durchgeführt und der Betrieb optimiert werden, sodass Fehler frühzeitig erkannt, Energieverluste vermieden und unnötige Kosten reduziert werden. Zudem lässt sich damit das Energiemonitoring sinnvoll ergänzen.

Gebäude- und Behaglichkeitsmonitoring

Beim Gebäude- und Behaglichkeitsmonitoring geht es um die kontinuierliche Überwachung und Analyse der Raumqualität, um das Wohlbefinden der Nutzer in einem Gebäude zu gewährleisten.

Die Daten

  • Zur Raumluft
  • Kohlenstoffdioxid-Konzentration (CO2-Gehalt),
  • Temperatur,
  • Luftfeuchtigkeit,
  • Lichtverhältnisse und
  • Geräuschpegel werden erfasst und ausgewertet, um ein angenehmes, gesundes und energieeffizientes Raumklima zu schaffen und damit der Komfort der Nutzer zu erhöhen. Durch Gebäude- und Behaglichkeitsmonitoring kann der Energieverbrauch minimiert und gleichzeitig sichergestellt werden, dass die Nutzerzufriedenheit und der Komfort nicht beeinträchtigt werden.
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