

Davisson Ngawa Djeumen
M.Eng. Energietechnik - Projektleiter TGA, Elektrotechnik
17. September 2026 · 3 Min. Lesezeit
Standardhöhen für Elektroinstallationen
Übersicht der wichtigsten Standardhöhen für Schalter, Steckdosen, WLAN-Access-Points und weitere Elektroinstallationen im Gebäude gemäß gängigen Normen und Planungsstandards.
Bei der Planung elektrischer Anlagen spielen einheitliche Installationshöhen eine wichtige Rolle. Sie sorgen für eine ergonomische Nutzung, eine übersichtliche Anordnung und eine einheitliche Gestaltung der Elektroinstallation.
Viele Positionen werden im Alltag intuitiv genutzt. So wird beispielsweise der Lichtschalter beim Betreten eines Raumes üblicherweise direkt neben der Tür in einer definierten Höhe erwartet. Solche Anordnungen orientieren sich an technischen Normen, Planungsregeln und bewährten Ausführungsstandards.
Im Folgenden sind typische Installationshöhen für ausgewählte elektrische Komponenten zusammengefasst. Bei der konkreten Planung sind immer die jeweils gültigen Normen, die Nutzung des Gebäudes sowie die Vorgaben des Bauherrn zu berücksichtigen.
Lichtschalter
Position:
Der Lichtschalter wird in der Regel an der Innenseite des Raumeingangs angeordnet. Als seitlicher Bezug wird häufig ein Abstand von etwa 15 cm zur Wandkante verwendet, nicht zur Türzarge.
Höhe:
Üblich sind etwa 1,05 bis 1,10 m über Fertigfußboden (FFB).
Planungshinweis: Bei Neubauten ist die Türzarge zum Zeitpunkt der Elektroplanung häufig noch nicht festgelegt oder eingebaut. Deshalb wird die Positionierung üblicherweise anhand der Wandkante geplant.
Steckdosen
Standardhöhe:
Steckdosen werden häufig mit einer Höhe von etwa 30 cm über Fertigfußboden geplant.
Im Bereich von Türen:
Befindet sich eine Steckdose in unmittelbarer Nähe eines Raumeingangs, wird häufig ebenfalls ein seitlicher Abstand von etwa 15 cm zur Wandkante vorgesehen.
Steckdosen in der Küche
In der Küche richtet sich die Position der Steckdosen wesentlich nach der Küchenplanung und dem Installationsplan. Die Höhen sollten daher frühzeitig mit dem Küchenhersteller bzw. der Küchenplanung abgestimmt werden.
Niedrige Steckdosen: Etwa 30 cm über Fertigfußboden, beispielsweise für Geräte wie Kühlschrank oder Geschirrspüler, sofern die jeweilige Geräteplanung dies vorsieht.
Steckdosen oberhalb der Arbeitsplatte: Häufig werden Steckdosen etwa 30 cm oberhalb der Arbeitsplatte angeordnet. Bei einer Arbeitsplattenhöhe von beispielsweise 85 cm ergibt sich eine Installationshöhe von ungefähr 1,15 m über Fertigfußboden. Diese Steckdosen können unter anderem für Kaffeemaschinen, Mixer oder andere Küchengeräte genutzt werden.
WLAN-Access-Points
Bei WLAN-Access-Points ist die optimale Position von der Gebäudestruktur, der Funkabdeckung und dem verwendeten System abhängig.
Eine häufig verwendete Installationsposition ist etwa 30 cm unterhalb der Rohdecke. Bei größeren Gebäuden sollte die Positionierung anhand einer Funkplanung bzw. der vorgesehenen Netzwerkinfrastruktur festgelegt werden.
Handfeuermelder
Für Handfeuermelder sind insbesondere die Anforderungen der DIN VDE 0833-2 und die projektspezifischen Vorgaben zu berücksichtigen.
Als typische Montagehöhe wird eine Höhe von etwa 1,20 bis 1,40 m über Fertigfußboden angesetzt. Die genaue Ausführung und Positionierung ist entsprechend der gültigen Norm und des Brandschutzkonzepts festzulegen.
Steckdose für die Dunstabzugshaube
Die Position der Steckdose für eine Dunstabzugshaube richtet sich nach dem jeweiligen Küchen- und Gerätekonzept.
Bei einer üblichen Küchenplanung kann die Steckdose beispielsweise etwa 30 cm unterhalb der Rohdecke angeordnet werden. Bei einer Rohdeckenhöhe von rund 3,00 m entspricht dies ungefähr 2,70 m über Fertigfußboden.
Die tatsächliche Position sollte jedoch immer anhand der Montagevorgaben des Herstellers und des Küchenplans festgelegt werden.
Fazit
Standardisierte Installationshöhen erleichtern die Planung und sorgen für eine ergonomische und übersichtliche Elektroinstallation. Sie dienen gleichzeitig als wichtige Orientierung für die Abstimmung zwischen Elektroplanung, Architektur, Innenausbau und anderen TGA-Gewerken.
Bei Neubauten und Sanierungen sollten die Installationshöhen bereits in der Planungsphase festgelegt und mit den jeweiligen Ausbau- und Einrichtungsplänen abgestimmt werden. Besonders bei Küchen, Bädern, barrierefreien Bereichen und technischen Anlagen können abweichende Anforderungen gelten.
Wichtig: Die genannten Maße sind typische Planungs- und Ausführungswerte. Für ein konkretes Bauvorhaben sind stets die aktuell gültigen Normen, technischen Anschlussbedingungen, Herstellerangaben und projektspezifischen Vorgaben maßgebend.
Kommentare (0)
Noch keine Kommentare. Teilen Sie als Erste(r) Ihre Erfahrung.
Testen Sie Ihr Wissen
Eine Prüfungssimulation nach DIN 14675 wartet auf Sie — kostenfrei und ohne Registrierung.
Simulation starten

